Grüner Flug

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Man hat versucht, die Natur künstlerisch auf die Gesetze die Geometrie zu reduzieren. Das Resultat war Unterwerfung der Natur mit Zirkel und Lineal. Eine Sackgasse. Geometrie ist eine fabelhafte Wissenschaft, mit der sich Natur vermessen läßt, die Natur selbst aber “ist“ nicht geometrisch. Natürliche Kugeln, Kuben, Polyeder sind nie deckungsgleich mit mathematischen Formen, sie weichen nicht nur ab in dem Sinne, daß sie unpräzis wären, sie sind gestreckt, gebogen, verdrillt. Im „Grünen Flug“ bauen sich vor allem Tetraeder zu einem Gebilde, das teils Pflanze, teils Drachen, teils Flugzeug ist. „Bauen sich“? Wie denn das? Es baut „sich“ doch nichts! Ja und nein, es gibt für Figuren dieser Art keinen Plan, keine Zeichnung, kein Muster. Das Spiel mit dem natürlichen Material (Pappe, Pappmaché) bringt die Skulptur hervor. Es ist ein Spiel, in dem sich beim Zusammenfügen von zwei, drei Pappen die Regeln von selbst durchsetzen.

Grüner Flug, 27.2.2013, Höhe: 56 cm, Gewicht 2699 g, Pappe, Masse, Blei, Acryl.

Präsentation am 21. November 2014 im Studio Koschmieder, Oranienstraße 15 (Berlin-Kreuzberg)



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